Palo – Der Einfluss des Kongo in Kuba

Der zentrale Kultgegenstand der afrokubanischen Religion Palo ist der Nganga oder Prenda, ein Topf, der mit zahlreichen magischen und geheimen Substanzen gefüllt ist. Die hier ausgestellten Ngangas sind der Gewittergottheit Nsasi und Orisha Ochosi, dem Gott der Jagd, geweiht.

Man nennt Palo auch „Las Reglas de Congo“, weil vornehmlich die religiösen Vorstellungen von Bantu-Sklaven, die aus Zentralafrika stammten, in diese Glaubensvorstellungen eingegangen sind. Zudem finden sich christlich-katholische Elemente und eine Fülle weiterer Einflüsse.

Es gibt eine Schöpfergottheit mit dem Namen Nzambi, die jedoch für die Menschen zu gewaltig ist, um von ihnen direkt angesprochen zu werden. Für sie sind die Kimpungulu zuständig, Geister, die auf einer niedrigeren Stufe stehen und den Menschen und ihren Belangen näher sind.

Langwierige Initiationen sind erforderlich, um bei Palo den Priesterstatus zu erlangen. Die Vorbereitungen sind beträchtlich. Sie beinhalten beispielsweise das Erlernen der Geheimnisse um bestimmte Heilpflanzen, die mit ihnen assoziierten Götter, Tänze, Gesänge, Ritualabfolgen und vieles mehr. Das Wissen wird ausschließlich mündlich weitergegeben.