
Der in Foumban in Westkamerun gebürtige Bronzegießer Ismaila Putuenchi ist das Oberhaupt einer Zunft von etwa 25 Familien, die für den Palast des Sultans traditionell Bronzen anfertigen.
Nachdem er von Henning Christoph 2015 eingeladen wurde, im Soul of Africa Museum in Deutschland seine Arbeiten auszustellen, hat Putuenchi begonnen, seine Motive um künstlerische Stellungnahmen zu zeitgenössischen Themen zu erweitern.
Seine aktuellen Arbeiten zeigen fantastische Motive, die einerseits von seiner ungeheuren Kompetenz als Handwerker zeugen, aber vor allem sein großes künstlerisches Talent offenbaren. Hinzu kommt eine deutliche politische Stellungnahme: Gekreuzigte Gorillas, die vom Ausverkauf der Natur und vom Klimawandel künden, die Problematik rund um HIV oder der Reichtum an Göttern und Geisterwesen – all das und mehr spiegelt sich in Putuenchis Arbeiten wieder.
In Putuenchis direkten Umfeld ruft dieser Erfolg auch Neider auf den Plan. Manche Freunde von damals bezeichnen ihn heute als Hexer.
