Kimbanda,
ein afrobrasilianischer Kult

Ursprünglich gehörte Kimbanda zur Tradition der afrobra­silianischen Religion Macumba, löste sich dann aber von ihr ab und spielt heute vorwiegend im Untergrund der brasiliani­schen Großstädte eine wichtige Rolle.

Kimbanda ist eine Glaubensrichtung, die viele Einflüsse aus den angolanischen und kongolesischen Bantureligionen in sich auf­genommen hat. Die hier verehrten Gottheiten heißen Exus (mas­kulin) und Pomba giras (feminin). Man sagt, diese Gottheiten ha­ben hohe moralische Ansprüche an ihre Gläubiger, helfen ihnen dafür aber zuverlässig in schwierigen Lebenslagen.

Die Bittsteller stammen aus allen Gesellschaftschichten. Ob es Glück in der Liebe, Wohlstand oder gesundheitliche Hilfe sein soll, den Göttern werden regelmäßig Opfer dargebracht. Meist handelt es sich um Schnaps, Parfüm, Blumen, Tabak oder Speisegaben. Als Location stehen nächtliche Wegkreuzungen hoch im Kurs.

Die martialischen Aufbauten mit schwarzen, gezackten Spießen aus Metall sind typisch für die Kultgegenstände von Kimbanda.

Von Umbanda und Kimbanda